3. Juli 2013

Benelux: der Geier im Schafspelz

Spiegeleigross sind die Regentropfen die aufs Dachfenster pflatschen. Ein idealer Tag für einen Museumbesuch. Nur gut, dass das „Mahymobiles – le musée de l’auto“ gleich hier in der Nähe ist.
Und es wäre alles so wunderbar gewesen, hätte das Automuseum nicht ausgerechnet heute zu. Also fahren wir nach Brugelette in den Zoo - ist ja nicht weit und fast das gleiche.

Der Tierpark heisst „Pairi Daiza“ und ist riesig. Nicht nur, wie andernorts, einige Viecher hinter Gitter. Nein, hier wurden gleich ganze Landschaften mit der entsprechenden Vegetation und landestypischen Bauten nachgebaut. Ein westafrikanisches Dorf, ein Tempel der Khmer, japanische Gärten und vieles mehr. Man kann hinter jeder Ecke Neues und Spannendes entdecken.

Es gibt viele wilde Tiere zu sehen. Die Löwen haben grad Nachwuchs, die Giraffen schlecken Schulkinder ab und einige Vögel schauen dämlich. Die Wildgänse sind rosa, weil sie den Flamingos ihr Futter wegfressen und die Hängebauchschweine widmen sich ausgiebig der Fortpflanzung.

Zum Schluss setzen Frau G. und ich uns in die Tropenhalle und futtern Waffeln. Wie aus dem Nichts stürzt sich so ein bunter Vogel auf mich und will sie mir entreissen; die Waffel. Wer hätte gedacht, dass sich hinter den farbigen Federn so ein Geier verbirgt.

„Pairi Daiza“ ist eine grossartige Anlage. Und mit etwas Sonne wäre es hier bestimmt noch viel schöner.

Beim Ausgang steht noch ein einsamer Traktor im Gebüsch. Der ist aber nur ein schwacher Trost für das entgangene Automuseum.

Kommentare:

  1. Nur das landestypische Klima kann man nicht nachbauen, ne?

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    1. Gut - aber das landestypische belgische Klima können sie auch nicht. Immerzu Nieselregen, furchtbar!

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