26. September 2012

Ukraine: am Gesicht lutschen und Käsetiere

Die Karpatenhügel liegen hinter uns und es wird zusehends flacher. Die Landschaft ist weit und manchmal schier endlos.

Schon bald liegt Iвaнo-Фpaнкiвcьк, Ivano-Frankivsk vor uns. Es ist die erste richtige Stadt für uns in der Ukraine. Eine Viertel Million Leute wohnen da und wir haben nicht einmal einen Stadtplan. Also fahren wir einfach den anderen Autos hinterher und finden so problemlos das Stadtzentrum. Und sogar einen Parkplatz.

Um den zentralen Hauptplatz herum hat es viele schöne Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Aber auch einen Park mit Blumen, Brunnen und Denkmälern. Es ist richtig schön hier.

Auf mehreren Plätzen finden heute Wahlveranstaltungen statt. Reden, Fahnen, Flugblätter, Folklore und so. Wir mischen uns unter das Publikum und schauen ein wenig zu. Gleich öd wie bei uns!

Nebenan ist heute ein grosser Kunsthandwerkermarkt. Es gibt allerhand Gesticktes und Gedrechseltes. Und Tierfiguren aus Käse! Ich kaufe mir eine Tonflöte in Form eines Vogels - warum auch immer.

Seit Jahren möchte ich mal an den Dnjestr, an diesen grossen europäischen Fluss. Es ist nicht mehr weit bis dahin, also fahren wir nach Гaлич (Halysch). Das Städtchen liegt direkt am Dnjestr und soll ganz hübsch sein. Und tatsächlich, es liegt direkt am Dniestr…

Wir übernachten ganz oben auf dem Burghügel (n49.1208, e24.7300), mit einem wunderbaren Blick über Halysch und den Fluss. Leider sind wieder dumpfe Wolken aufgezogen.

Am Abend kommen einige Jugendliche auf den Burghügel, schauen in den Sonnenuntergang und lutschen sich im Gesicht.
Auf dem Burghügel habe ich tadellosen Wlan-Empfang, aber leider sind die Telefonnetze unglaublich langsam, so dass das Internet kaum brauchbar ist.

Kommentare:

  1. Lutschen im Gesicht - und dann? Wodka?
    Wie spricht man Dnjestr?

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    1. ... zuerst den Mädchen am Gesicht gelutscht - dann hormonig nach hause gegangen. Den Rest konnten wir nicht sehen, bloss erahnen.

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