30. Juni 2011

aua – eine Heftklammer

Neulich ist mir ein kleines Hopperla passiert. Eine Heftklammer hat sich ihren Weg durch mein Fingerbeeri gebahnt.

Ärgerlich - aber ich hatte Glück im Unglück. Ich konnte die Heftklammer rausziehen, zurechtbiegen und nochmal gebrauchen.
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29. Juni 2011

Weg von Engelberg

Jeder kennt Engelberg im Kanton Obwalden. Ein Kloster, eine Skischanze und unzählige indische Touristen. Um Engelberg herum gibt es grüne Wiesen, Seilbahnstationen und unzählige Berge. Die meisten, die hier hin kommen, wollen auf den Titlis hinauf. Wir wollten aber genau das Gegenteil; hinunter nach Nidwalden. Eine Wanderung durchs Tobel der Engelberger-Aa.

Wir starten beim Bahnhof. Die Wegweiser zeigen in alle Richtungen, wir beachten sie nicht und gehen zum Kloster. In der hiesigen Schaukäserei geniessen wir die wunderbare Bauernhof-Glace. Ab da marschieren wir quer übers Tal zur Engelberger-Aa, der wir nun folgen. Schon bald kommen wir an die Talstation der Titlisbahn. Hier verkauft ein richtiger Inder richtiges indisches Essen; Samosa, Idli und vieles mehr. Als wir die geschluckt haben, geht es weiter. Hinter dem Eugenisee durch und dann beginnt der Abstieg in die Aaschlucht.

Ich hätte schwören können, auf dem Wegweiser „Arschloch“ gelesen zu haben, aber es heisst „Aaschlucht“.

Der Weg schlängelt sich den steilen Hang entlang. Moosige Steine, umgestürzte Bäume und tosendes Wasser. Ab und zu wechselt der Weg die Talseite, praktischerweise immer da wo eine Brücke ist. Nach etwa fünf Kilometern endet die Schlucht und der Weg wird etwas flacher. Immer entlang der Aa geht es weiter durch schattige Wälder. Nach zwei Stunden und zehn Kilometer kommen wir nach Grafenort. Gleich beim barocken „Herrenhaus“ ist auch der Bahnhof.
Wer noch mögen tut, kann weiter talauswärts marschieren; nach Wolfenschiessen oder Dallenwil. Wir aber fliehen vor dem Regen und nehmen die Bahn...

Rotzloch

Es gibt so Orte, da möchte man nicht wohnen. Nicht weil es da nicht schön ist, nein, wegen dem eigenartigen Ortsnamen. Zum Beispiel in „Darmstadt“. Oder in „Schweinfurth“. Und auch nicht in „Condom“ oder „Aff“.

Und im "Rotzloch" eigentlich lieber auch nicht.

28. Juni 2011

das Gletschermaul

Gestern war wieder so ein glutheisser Sommertag. Das Thermometer zeigte schon am Mittag brutale 23°C. Man muss drum wissen, wir Bergler vertragen die Hitze nicht so gut. An solchen Tagen flüchten wir in den Norden oder auf die Berge.

Wir wählten zweiteres und fuhren auf den Grimsel, 2'165 Meter über Meer. Und marschierten zum Oberaargletscher. Der Weg führt über die Staumauer und dann ganz malerisch dem See entlang. Wobei der See kaum Wasser hatte. Und als wir beim Gletscher ankamen, war der nicht da; Gletscherrückgang.

Etwas weiter hinten im Tal holten wir ihn dann doch noch ein. Er lag unbeweglich da und aus seinem Gletschermaul lief graubraunes Wasser heraus. Und es blies ein kalter Wind. Herrlich.
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27. Juni 2011

Katzen in Dosen

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was ich letzthin in einem Supermarktregal entdeckt habe: Katzenfleisch in Dosen!

Schier unglaublich! «1-8 Jahre» lese ich auf der Dose; und «mit frischem und saftigem Fleisch». Wer isst den so etwas?
Bei uns in den Bergen weiss doch jeder, man kann nur junge Katzen essen. So zwei- bis dreijährig Katzen sind ideal. Achtjährige sind zäh und sehnig. Und Dosenkatzen essen wir sowieso nicht.
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25. Juni 2011

zuhause Eierkraulen

Es regnet und Frau G. beobachtet den Fernseher. Es läuft so ein – öööhm - Frauenfilm. Ihr wisst schon welche: Südengland. Ein junger Landarzt fährt mit dem RangeRover auf einer kurvigen Strasse. Ein Notfall. Es ist Nacht und der Regen peitscht. Eine junge Frau, grad frisch geschieden. Geigenmusik. Blindes Findelkind im Blindenheim. Aufopferungsvolle Hingabe und Tee trinken am Nachmittag. Noch mehr Geigenmusik. Jetzt ist auch noch das Pferd krank. Die Wolken treiben übers Land. Nun Geigenmusik und Flöte. Der Landarzt heilt das Pferd. Und rettet das blinde Findelkind. Abendwind. Innige Küsse auf den Klippen beim Leuchtturm. Sonnenuntergang. Die Flöte flötet hoffnungsvoll weiter...

Ich sitze da und grüble.
Warum sitzt der Landarzt im Range Rover auf der falschen Seite?
Warum küssen sie sich immer auf der Klippe?
Wozu hat das Blindenheim Fenster? - Man weiss es nicht…

Ich habe euch einen „Eselkopter“ gezeichnet. Wozu - man weiss es nicht.

23. Juni 2011

Einbeinige erwürgt Geliebten

Heute im Blick: «Einbeinige erwürgt Geliebten».

Da hat die Frau seinerzeit, als sie ihr Bein verlor, aber schön Glück gehabt. Stelle man sich vor, sie hätte damals einen Arm verloren! Das hätte das Erwürgen massiv erschwert...

22. Juni 2011

Wasser hat ein Gedächtnis

Neulich hat jemand einen Prospekt in meinen Briefkasten gestopft. «Grander belebtes Wasser» steht da weiss auf blau geschrieben. Kurz durchblättern und weg damit. Aber dann lese ich einen bedenklichen Satz:
«Wasser vergisst nichts - Wasser hat ein Gedächtnis».
Wasser hat ein Gedächtnis? Wenn DAS wahr ist, ist das gar nicht gut; schrecklich. Wenn man bedenkt, wo überall das Wasser schon war.

Aber der Reihe nach. Der Wasserkreislauf: Es regnet aus einer Wolke – das Regenwasser versickert – Quelle – Wasserfassung - Trinkwasser – Kanalisation – Abwasserreinigung – See – Verdunstung – und es entsteht wieder eine Regenwolke. Ein immerwährender Kreislauf. Soweit, so gut.

Das Problem liegt nun beim Trinkwasser. Ob es nun vom Rüssel-Robi oder einer Kuh gesoffen wird. Es gelangt in jedem Fall in dessen Magen und Harnblase. Und wenn es vom Rüssel-Robi „ausgeschieden“ wird, ins Klo. Von da fliesst das einstige Trinkwasser durch schleimige Rohre in die Kläranlage, wo es sich mit all den Hinterlassenschaften unserer Talbewohner vereinigt. Nach der Reinigung läuft es dann in den See; aus dem trinken dann wiederum die Unterländer. Womit sich der Kreislauf wiederholt.

Wenn Wasser nun tatsächlich ein Gedächtnis hat, dann erinnert es sich an all die Harnblasen, Kläranlagen und Entengaggel. Und Dank des immerwährenden Wasserkreislaufes kann es sich an unzähligen Blasen erinnern; auch an eitrige und andere. Ja es erinnert sich sogar an die Dinosaurier, blassgrüne Wasserleichen und säuerliche Bierkotzen.

Ich will KEIN Wasser mit Gedächtnis. NEIN!
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21. Juni 2011

erotisches Abenteuer

Tief im Innersten bin ich ein Abenteurer. Kein Sammler, nein, ein Jäger. Ich täte endlose Wüsten und Meere überqueren, wilde Menschenfresser in dampfenden Urwäldern entdecken oder giftigem Getier nachsetzen. Täte ich. Aber im Alltag sieht das eher so aus, dass ich Hosen mit Beintaschen trage und mir die Ohrenhaare spriessen lasse.

Neulich war wieder einmal Zeit, etwas ganz Verwegenes zu tun. Erst wollte ich mir ein Gummiseil um die Knöchel knüpfen und von einer Brücke springen - laaangweilig, wie Fallobst. Oder ich gehe einheimische Schlangen fangen - nicht schon wieder, habe ich schon am letzten Sonntag gemacht. Es müsste etwas ganz verwegenes sein. Irgendwohin reisen, wo ich noch gar nie war. Neuland betreten, fremdartig und exotisch. Nach Timbuktu, oder vielleicht nach Djibuti? Dann aber hatte ich die zündende Idee: in einen Erotik-Markt.

Das Gebäude mit dem Erotikmarkt erschien mir etwas arg unerotisch. Sieht aus wie ein Pneuhändler oder ein Brockenhaus. Also gschwind hinein, bevor mich hier jemand sieht.
Im Laden präsentierten sie ein reichhaltiges Angebot von anscheinend erotischem Zubehör. Viele bunte Hefte und Filme mit schmollmundigen und langschwänzigen Darstellern. Textilfreie Unterwäsche, die bloss aus den Nähten bestand. Alle möglichen Körperteile aus Gummi, bunt oder in der Farbe von Stützstrümpfen. Gummischwänze, so lang wie mein Unterarm. Lustig anzuschauen, jedenfalls deutlich lustiger als die feilgebotenen Scherzartikel.

Eine aufblasbare Gummifrau schaute mich mit ihren Augen erstaunt an; ist wohl Zeit zu gehen! Genug Abenteuer für diesesmal...
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20. Juni 2011

essen: Curry oder so...

Neulich hat mich Frau G. gefragt: «Kochst du wieder einmal Curry, oder so?» Ich habe mich für „oder so“ entschieden und „thailändisches Gemüse mit Hühnerfleisch“ gekocht.

die Zutaten für 2 Esser:
1 Pouletbrust
1 Zwiebel, oder Schalotte
1 Knoblauch
1 fingerlanges Stück Ingwer
etwas Baby-Mais
scharfe Chillischoten
einige Thai-Auberginen
Kaffirblätter
Zitronengras
Sojasauce, ich nahm indonesische „Ketjap manis“
3dl Fleischbouillon
und Reis

Und so geht’s: Die Pouletbrust würfeln und mit Stärke melieren. Poulet-Würfel in etwas Öl kurz anbraten, salzen und beiseite stellen. Nun die Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Chilli und das Zitronengras in etwas Öl anbraten, dann die Auberginen und den Mais dazugeben und etwa 5 Min. rührbraten. Mit etwas Bouillon und Sojasauce angiessen. Ein Teelöffel Zucker und die feingeschnittene Kaffirblätter dazu. Zugedeckt etwa 10 Min. köcheln lassen. Das angebratene Fleisch dazu geben; umrühren und fertig...

Mit Trockenreis servieren. Ich habe noch einige Cherrytomaten und Paprikastreifen dazu gegeben. Und wer mag, kann noch mit Sambal Olek nachwürzen - bis die Muffe glüht.

18. Juni 2011

Kunst: rosa Kirchturm in Attiswil

Attiswil liegt genau zwischen Hubersdorf und Wiedlisbach. Attiswil hat ein Museum; und das feiert dieses Jahr das 50 Jahr Jubiläum. Dazu haben gut 60 Künstler ihre Werke im ganzen Dorf aufgestellt. Also ein guter Grund mal hinzufahren und sich umzusehen.

Ein grauer Tag in Attiswil und es regnet in Strömen. Zahlreiche Kunstwerke stehen entlang der Dorfstrasse. Die meisten der Werke sind nett, aber so interessant wie eingeschlafen Füsse. Eines aber sticht  hervor: Der rosa Kirchturm von Reto Bärtschi.

«Die Farbe „Rosa“ steht in der Farb-Symbolik für Werte wie Sanftheit, Zuneigung, Romantik und Schutz: Zu jeder Zeit haben Menschen vor physischen und psychischen Leiden in der Kirche Schutz gesucht. Ausserdem können wir mit meinem Werk die Kirche von Attiswil, die am Rande des Ortes steht, für einige Zeit ins Zentrum rücken.» schreibt Reto Bärtschi. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ein Abstecher nach Attiswil lohnt sich, ganz besonders bei sonnigem Wetter...

16. Juni 2011

Tour-de-Suisse Skandal?

Jetzt sind sie wieder unterwegs; junge kraftstrotzende Burschen in knallfarbigen Kostümen. Nein, nicht „Loveparade“, „Tour de Suisse 2011“. Sie rennen mit dem Velo über alle Berge. Schwitzen und pedalen, als ob der Leibhaftige hinterher sei. Und dann reissen sie die Arme in die Höhe, wenn das Ziel erreicht ist. Und das Fernsehen filmt.

Was mir wieder unangenehm aufgefallen ist: Die Burschen haben keine Velovignette am Fahrrad. Dabei ist die Velovignette doch obligatorisch. Eine Versicherung für den Fall eines Unfalls. Ein Skandal?
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Sprichwort: Sommerfreuden

Noch ein erbauliches Sprichwort für kommenden Ferientage; Achselschweiss:
«Unter meinen Achseln ist das ganze Jahr Sommer.»
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15. Juni 2011

Mondfinsternis, schon wieder

Heute Abend ist es wieder einmal soweit – Mondfinsternis. Ich bin ja bekanntlich ein grosser Fan von Mondfinsternissen und empfehle euch allen einen Blick an den Nachthimmel. Etwa um 22.15 Uhr ist der Mond am dunkelsten.

Wobei, so eine Mondfinsternis ist eine eigenartige Sache. Man steht draussen in der finsteren Nacht und starrt in den Himmel. Der Mond ist so dunkel, dass man ihn nicht sieht, nur schwarz; nichts. Wer die Mondfinsternis verpasst, sieht also genau so viel, wie jene, die sie anschauen - nämlich überhaupt keinen Mond.
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14. Juni 2011

scheiss Schmetterlinge

Kürzlich habe ich mich ja etwas kritisch über Schmetterlinge geäussert. Ich behauptete Schmetterlinge seien doof. Dies, weil sie beim fotografieren nie stillhalten.
Anscheinend hat meine Kritik gewirkt. Ich konnte gleich eine ganze Herde dieser Flattertiere abbilden. Sie verharrten ganz ruhig und zeigten sich von ihrer schönsten Seite. Finde ich grossartig. Danke, liebe Schmetterlinge.

Mein positiver Eindruck wurde allerdings etwas getrübt, als ich erkannte, was sie da trieben. Sie hockten alle um einen Hundedreck und frassen eifrig vom Gaggel. Wuäääh. Fürs Foto habe ich sie extra vom Köttel herunter gescheucht. Aber nachher sind sie schnurstraks wieder drauf geklettert. Schmetterlinge sind halt doch doof!
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13. Juni 2011

Dreiviertel-Hosen?

Ich habe Jeans, andere Hosen, kurze Hosen und Unterhosen - mehr nicht. In der Welt der Frauen gibt es weit aber mehr Hosensorten; unzählige: Dreiviertelhosen, Siebenachtelhosen, Hot Pants, Caprihosen, Bermudashorts, Leggings, Treggings, Jeggings, Hüfthosen, ja sogar Hosenrock und Rockhosen. Von den zahlreichen Unterhosen-Variationen will ich gar nicht erst anfangen.

Jetzt einige Basisinformationen für alle nichtschwulen Männer: Dreiviertelhosen sind nicht etwa fehlerhaft, nein, die Hosenbeine solcher Hosen sind kürzer. Wohl 3/4 der Beinlänge. Vergleichbar wird es sich bei den 7/8 Hosen verhalten.

Der Frau G. ihre Dreiviertelhosenbeine reichen bis zu den Schuhen hinunter. Diese Hosen sind demnach wohl fehlerhaft? Und zudem sehr hellblau.
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11. Juni 2011

der Vogel ist tot

Neulich sass ich beim Doktor im Wartezimmer und wartete. Gelangweilt zupfte ich am Hemd den Kragen zurecht. Erntete einige Brösmeli vom Pullover - Sesam vom zMorgen-Brötli. Und ganz heimlich schloss ich auch noch den Reisverschluss meiner Hose.
«Wenn der Vogel tot ist, kannst du den Käfig ruhig offen lassen - hähähää» sagte die angewelkte Dame von gegenüber.
Ich weiss gar nicht, was die meinte - vermutlich eine Auswärtige vom Unterland...
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10. Juni 2011

Oldtimer in Obwalden

Morgen findet, wie jedes Jahr am Pfingstensamstag, das „OiO“ statt - „Oldtimer in Obwalden“. In Sarnen treffen sich mehr als 500 alte Autos, Lastwagen, Busse und Töffs. Zur gleichen Zeit treffen sich in Giswil ein Dutzend Dampfwalzen. Am Samstagnachmittag feiern dann alle gemeinsam in Giswil.
Und das Beste ist, man kann nicht nur zuschauen, sondern auch mitfahren.

Ach so! Ich bin auch da. Man erkennt mich an meinem eventuell hellblau gestreiften Hosenanzug. Und man kann dann mit mir reden. Wer das möchte...

9. Juni 2011

unter dem Muger

Die Einladung kam in einem schlichten Couvert: Das Strassenverkehrsamt möchte den Muger inspizieren. Also gut, fahren wir halt mal hin.

Ein kühler Regentag, eine graue Halle. Das Tor ging nach oben und wir fuhren hinein. Ein Kantonsangestellter in einem graublauen, sackartigen Gewand begrüsste uns gequält freundlich. Er schaute ernst und gab eigenartige Anweisungen: «Blinker links-rechts-Stopplicht-Nebellicht-und-nun-vorne-Blinker-links-rechts-Vollicht-usw-usw...» Dann wurden wir geschüttelt und gerüttelt. Daraufhin kletterte der Graublaue in den Keller und betrachtete den Muger hingebungsvoll von unten. Leuchtete mit einem Leuchtschwert in seine Innereien. Machte sich ab und zu Notizen. Nun wollte er unbedingt auch selber mal ans Steuer sitzen, na also. Wir fuhren um die graue Halle, einmal rechtsherum, dann linksherum. Dann noch steil bergauf und bergab. Es schien ihm zu gefallen, aber er verzog keine Mine.
«Isch guät» sagte er.

8. Juni 2011

Laminatpflege

Wer zuhause einen Laminatboden hat, kennt die Probleme mit den sich abzeichnenden Fugen.
Hier ein Beispiel-Foto dieser unschönen Aufwölbungen im Bereich der Stossfugen:

Ursache ist meist die unsachgemässe Pflege des Laminatbodens. Laminat ist ansich ausgesprochen pflegeleicht. Nichtanhaftende Verschmutzungen können ganz einfach mit dem Besen oder Staubsauger entfernt werden. Anhaftende Verschmutzungen, wie Fettflecken, Schuhabrieb und dergleichen, werden mit einem Wischtuch nebelfeucht aufgenommen. Wichtig ist hierbei, dass keine Nässe stehen bleibt. Denn wenn Feuchtigkeit in die Fugen eindringt, kann das Laminat aufquellen. Und es entsteht genau ein solches Schadensbild wie auf dem obigen Foto.

Wahrlich kein schöner Anblick...
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7. Juni 2011

Frauenschuh gefunden

Der „Gelbe Frauenschuh“ ist wohl die schönste und grösste wilde Orchidee Europas. Jetzt Anfang Juni blühen hier in den Voralpen die raren Blumen. Also gingen Frau G. und ich am vergangenen Sonntag los, um Frauenschuhe zu schauen. Ich kenne einige Stellen, wo diese Orchideen wachsen. Waldlichtungen an nasse und steile Nordhänge, kalkige Böden, Gras und Buchengestrüpp. Jeweils nicht weit von der Strasse, aber dennoch schwer zugänglich.

Am ersten Ort fand ich bloss noch einige verblühte Pflanzen. Also höher hinauf in die Berge. Und wieder kraxle ich durchs dichte Gestrüpp einen Steilhang hinab. Eine kleine Lichtung mit etwas Gras. Und da sind sie; gut ein Dutzend Frauenschuhe.
Leider sind auch die hier schon fast verblüht. Aber man kann wenigstens das Aussehen noch erahnen. Nächstes Jahr muss ich zeitiger los.
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6. Juni 2011

Sandalen des Grauens

Neulich war es sommerlich warmes Wetter. Und so begab es sich, dass es mich nach kurzen Hosen gelüstete. Kühle Brise um die Schenkel, und so. Dazu zog ich mir die braunen Sandalen an. Die lümmeln schon jahrelang im Schuhregal herum. Nun sollen sie wieder mal etwas Auslauf bekommen.
Soweit, so gut. Ich trabte los mit meinen Füsslingen. Aber schon bald verspürte ich so ein komisches Gefühl beim Gehen. So ein schlurfiges Schmatzen. Ein klumpfüssiges Stolpern. Da muss etwas Defekt sein an meinen Hinterläufen!

Und tatsächlich - die Sohlen meiner bejahrten Sandalen sind eingerissen. Der Plastik der Sohle fühlt sich eigenartig brösmelig an, so wie alter Kuchen. Und bei jedem Schritt verliere ich Teile davon. Ja, ganze Brocken, wie Brotrinde, fallen heraus. In meiner Not gelingt es mir grad noch, den nächsten Müll-Container zu erreichen. Einem Seemanns-Begräbnis gleich lasse ich mein ehemaliges Schuhwerk über den Blechrad gleiten. Mit einem dumpfen Poltern verschwinden es in den dunklen Tiefen des Müllkübels. Adieu Latschen.
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4. Juni 2011

nach Stansstad, wozu?

Viele kennen Stansstad am Vierwaldstättersee bloss vom daran vorbeifahren. Ein Schild an der Autobahn, Lärmschutzwänden, Baustellen - und das war’s schon. Dabei ist Stansstad gar nicht so hässlich, wie man auf den ersten Blick denkt. Im Dorf gibt es auch einige malerische Ecken. Zum Beispiel; ganz hinten, direkt am See - der „Schnitzturm“.

Der Schnitzturm ist ein mittelalterlicher Wohnturm aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Obwohl er in Nidwalden liegt, gehörte er viele Jahrhunderte zu Zweidritteln dem Nachbar-Kanton Obwalden.

Heute verbirgt sich im Innern des Turmes eine Treppe und ganz oben eine Aussichtsplattform. Von da hat man einen wunderbaren Rundblick; Vierwaldstättersee, Bürgenstock, Pilatus. Und hinüber zu den hässlichen Schallschutzwänden an der Autobahn.
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2. Juni 2011

wir sind Querschläfer

Wir werden immer wieder gefragt: «Wie schlaft ihr eigentlich in eurem Bus?»
«ausgiebig und guuut…» sag ich dann immer.

Also – unser Bett ist ganz hinten im Muger, quer. Wir schlafen also quer. Das Bett ist schön breit und weich gepolstert. Der Nachteil bei einem Querbett ist aber die Bett-Länge. Man muss bedenken, unser Muger ist aussen gut zwei Meter breit. Zieht man die Wanddicke ab, verbleiben noch 186 cm Innenbreite. Und das ist nun präzise die Länge unseres Bettes. Für mich heisst das, oben und unten bleiben noch ein fingerbreit Spielraum. Wenn ich mich kräftig ausstrecken tue, klemme ich zwischen den Wänden fest. Man könnte das Bett unter mir wegziehen und ich hinge frei in der Luft; so wie man das bei den Zauberkünstlern im Zirkus sieht. Da riecht‘s aber nach Elefantenmist; bei uns nicht - oder wir haben uns daran gewöhnt.
Aber darum geht es jetzt nicht.

Unser Bett ist tagsüber auch eine Sitzgruppe. Zwei Sitzbänke und ein grosser Tisch. Die Sitzbänke sind mittagsschlaftaugliche. Und mit einem unbeschreiblichen Polsterstoff bezogen: schleimgrün-uringelb-rostrot gestreift! Quer! Wer solche Textilien herstellt, gehörte eigentlich eingesperrt. Aber auch daran haben wir uns gewöhnt.

Genau über dem Tisch und/oder Bett befindet sich ein riesengrosses Dachfenster. Da hindurch kann man nach dem Aufwachen die Baumkronen und Wolken sehen. Und manchmal nachts den Vollmond. Am liebsten mag ich es aber, wenn der Sommerregen drauf prasselt, das ist dann sooo romantisch.

1. Juni 2011

stromlose Glühlampe

In der Zeitung steht, unsere Bundesrätinnen wollen die Atomkraftwerke ausschalten. Atomausstieg, Energiewende und so. Und wir sollen künftig Soloarstrom brauchen. Sonnenstrom – und was ist nach Sonnenuntergang? Finster ist es dann, stockfinster!

Darum habe ich mir jetzt eine raffinierte stromlose Glühlampe gekauft. Wenn ich sie mit Diesel befeuere, riecht es wie dem Rüssel-Robi sein alter Volvo.
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