31. Januar 2011

tunesischer Salat Mechouia

Nach den Brik letzter Woche habe ich mich erneut an einem Rezept aus Nordafrika versucht: „Salat Mechouia“. Salat Mechouia ist ein Salat aus gegrillten Paprika. Das hört sich erst mal etwas eigenartig an, schmeckt aber ganz fein.
In Algerien und Tunesien verwendet man dazu grüne Spitz-Paprika. Arabisch heissen die „Felfel“ (فلفل), oder so ähnlich. Im hiesigen Gemüseladen gibt es die leider oft nicht, es geht aber auch mit ganz normalen grünen Pepperoni.

die Zutaten für 2 Personen:
3 grüne Paprika
1 bis 2 Fleischtomate
1 Zwiebel
Knoblauch
Harissa
gemahlener Kreuzkümmel
gemahlener Koriander

Die Paprika sollte eigentlich auf dem Holzkohlegrill gegart werden. Ich benutze dazu den Backofen. Die Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch putzen, halbieren und auf einem Backblech auslegen. Bei Vollgas (250°C Oberhitze) „backen“ bis die Haut schwarz ist. Nun das Gemüse zugedeckt auskühlen lassen. Die angekohlte Haut kann dann ganz einfach abgezogen werden.

Alle Gemüse hacken, die Gewürze, etwas Harissa und Olivenöl dazu und mit einer Gabel ein wenig vermantschen. Mit Thon und einem gekochten Ei garnieren.
Fertig! Geniessen und von den endlosen Weiten der Sahara träumen.

30. Januar 2011

berauschende Architektur in Spiez

Zur Zeit wird in Spiez direkt neben der Autobahn das "BeoCenter" gebaut. Ein bemerkenswerter und markanter Bau von "HMS Architekten und Planer" aus Spiez.

Drei abgedrehte und in der Höhe gestaffelte Baukörper; alles von einer zauberhaften Fassade umschlossen. Eine wirres Strahlenmuster und zahllose spitzwinklige Glasflächen. Der Bau errinnert ein wenig an das "Westside" in Bern oder an das olypische Nationalstadion "Vogelnest" in Peking. Aber irgendwie überzeugt er mehr als diese...
Unbedingt mal einen Blick drauf werfen.

28. Januar 2011

zuhause: die Sache mit dem Spinatbrei

Heute Vormittag musste ich Kinder hüten, genau genommen EIN Kind. Ein kleines, fiebriges Mädchen mit einer geröteten Schnuddernase. Ich hab es vor den Fernseher gesetzt, damit es sich an den Strahlen etwas aufwärmt. Im Vormittagsprogramm zappelte eine Horde von grellbunten Zeichentrickfiguren. Ein gelber Klotz in Unterhosen, ein aufgeblasenes rosa Etwas und rehäugige Manga-Mädchen mit hautengem Kleidchen. Bodenlos doof. Aber darum geht es jetzt nicht.

Ich habe nämlich etwas überaus Bemerkenswertes gelernt: Spinatbrei sieht vor und nach dem Kotzen genau gleich aus.
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26. Januar 2011

wenn der Zipfel glüht

Habe ein Bild gemalt. Es heisst „Blasenentzündung“ und erinnert an ein unschönes Vorkommnis im vergangenen Herbst.   

Der Arzt fragte: «Pollakisurie?» öhhhm – muss ich jetzt sterben?» So ein Seich, hätte ich damals in der Schule bloss besser aufgepasst. Französisch, oder ist das italienisch…
«Nein, ist bloss eine Cystitis». Er lächelt schelmisch. Für mich tönt das nach einem Ungeziefer. Würmer; ich hab WÜRMER! «kann man die irgendwie tot machen?»
Ich musste dann so Pillen schlucken, daumendicke und hellgelbe. Nach ein paar Tagen ging es mir wieder besser. Und von den Bauchwürmern habe ich seither nichts mehr vernommen. Ob die noch drinnen sind?

25. Januar 2011

Giraffen, Schnecken und ich

Neulich habe ich im Fernsehen zugeschaut wie sie eine tote Giraffe sezieren. Man schneidet den Giraffenhals der Länge nach auf und klaubt das Gschludder einzeln heraus. Ich meine, es ist gut zu Wissen, wie man sowas macht. Vielleicht finde ich irgendwann eine tote Giraffe und möchte gerne mal hinein schauen?
Aber darum geht es jetzt nicht.

Mir ist nämlich aufgefallen, dass manche Tiere einen langen Hals haben und andere gar keinen. Zum Beispiel Schnecken und Fische haben keinen; Schweine auch nicht. Und als ich mich heute morgen im Spiegel betrachtete, musste ich mit Bedauern feststellen - ich habe auch keinen. Irgendwie liegt mein Unterkiefer direkt auf den Schlüsselbeinen! Ich habe keinen Hals.

Was das wohl zu bedeuten hat - ich weiss es nicht. Ich bin etwas verunsichert...
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23. Januar 2011

Brik mit Thon und Ei

In meinen wilden Sahara-Jahren bin ich weit mehr als zwanzig-mal nach Tunesien gefahren. Ein wunderbares Land mit wirklich lieben Leuten. Zurzeit ist in Tunesien grad Revolution und wir alle hoffen auf eine bessere Zukunft für dieses schöne Land. Die Erinnerungen an die "Guten alten Zeiten" haben mich verführt, wieder einmal mein tunesisches Lieblingsrezept zu gekocht - "Brik au thon et à l'oeuf".

die Zutaten für 2 Personen:
Brik-Teig, ich nahm Jufka-Teig vom Coop
2 Herdäpfel
1 Zwiebeln
1 kleine Dose Thon im Öl
2 Eier
1 Bund glatten Peterli
Harissa, das ist eine scharfe Gewürzpaste aus Tunesien, z.B. im Migros

Herdäpfeln kochen und die Zwiebeln andünsten. Zusammen mit dem Peterli grob hacken eine Füllung mischen.
Die hauchdünnen Brik-Teig-Blätter auslegen und etwas Harissa drauf schmieren. Aber Achtung, das Zeug ist ordentlich scharf. Dann etwas von der Füllung drauf und einige Brocken Thon darüber streuen. Eine Mulde in die Füllung drücken und ein rohes Ei hinein geben. Den Brik-Teig zu einer dreieckigen Tasche falten; die Ränder mit Wasser befeuchten, dann klebt es besser. Die Brik nun in Olivenöl schwimmend braten.
Die hauchdünnen Teigblätter heissen in der Türkei „Fillo“, in Griechenland „Yufka“ und Nordafrika „Malsouka“.

So ein Brik ist aussen herrlich knusprig. Innen vermengt sich das scharfe Harissa mit der milden Herdäpfelfüllung und über alles ergiesst sich das noch flüssige Eigelb - ein Traum. Dazu könnte man einen bunten Salat servieren, hätte man einen gemacht.

22. Januar 2011

im Theater Giswil

Gestern Abend besuchten Frau G. und ich die Premiere im Theater Giswil - «Lang lebe Jacky Pott». Ein Stück über die Leute der kleinen Insel Derrymore und den erhofften Lottogewinn. Eine herrliche irische Komödie; erfrischende und voller hinterlistigem Schalk.

Ganz besonders hat uns das Bühnenbild begeistert. Wie schon in den vergangenen Jahren hat der Peter Halter eine grandiose Spiellandschaft geschaffen. Üppig und voller seltsamer und skurriler Überraschungen.

Meine Empfehlung – unbedingt hin gehen und anschauen!
Theater Giswil - «Lang lebe Jacky Pott»

21. Januar 2011

Fussgängerinnenstreifen

Neulich konnte man überall lesen, sollen einige überflüssige Verkehrsschilder abgeschafft werden. Und alle Verkehrsschilder sollen künftig  „geschlechtsneutral“ gestaltet werden. Geschlechtsneutral, wie die Schnecken. Das mag ja eine nette Idee sein, aber...

Heisst es dann FussgängerInnenstreifen? Und wie bezeichnet man künftig die Frauenparkplätze?
„Parkplätze für Verkehrsteilnehmende weiblichen Geschlechts“
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20. Januar 2011

internationaler Tag der Jogginghose

Zur Erinnerung: Morgen, am 21. Januar, ist wieder der „internationale Tag der Jogginghose“. Zu Ehren dieses einst so beliebten Beinkleides trage ich morgen den ganzen Tag und überall hin Jogginghosen. Und ich möchte euch aufrufen, mir gleich zu tun.

Die Geschichte der Jogginghose ist eine lange und ehrenvolle. Früher waren sie der Stolz von wackeren Sportlern und seifigen Schlagersängern. Später dann als Jugo-Tracht und Schnellvöglerhosen verunglimpft. Die beliebten Zweibeiner wurden gerne in hellblau/pinker Plastik-Seide oder in dunkelblauem Schlabber-Stretch getragen. Schön weit geschnitten, so dass sich der Träger genüsslich am Sack kraulen kann, während er fernsehnschaut. Mit Längsstreifen am Hosenbein, mit Gummizug oder Kordel – halt einfach der Klassiker der Sofa-Sportbekleidung.

19. Januar 2011

essen: immerzu Hamsterkäufe

Immer wieder kann man in der Zeitung von "Hamsterkäufen" lesen. Leider steht da nie geschrieben, wie die Käufer ihre Hamster dann zubereiten.
Heute kam ich an einem Zoogeschäft vorbei, und das hatte grad eine grosse Auswahl an Hamstern aller Art. Deshalb hier mein Rezept für gefüllten Hamster im Speckmantel.

die Zutaten für 2 Personen:
6 Hamster, am besten Feldhamster oder vergleichbare Kleinnager
geräucherten Speck in Tranchen
1 gelbes und rotes Rüebli
etwas Lauch
Salz, Pfeffer, Madras-Curry
Bratbutter

Die Hamster häuten und die Rückenteile auslösen. Die Rüebli und den Lauch in fingerlange Streifen schneiden und in etwas Butter und Wasser knapp weich dünsten. Die Speck-Tranchen auslegen, das Fleisch drauf und leicht platieren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Curry würzen, dann die Gemüsestreifen quer auflegen. Nun alles zu einer Roulade rollen und in Bratbutter rundum knusprig anbraten. Den Bratensatz mit Wein angiessen, leicht einkochen lassen und mit Butter abbinden. Fertig ist die Hamster-Rolle.

Als Beilage habe ich in der gleichen Pfanne einige gekochte Herdäpfel angebraten.

18. Januar 2011

mein Baum ist um

Gestern haben wir einen alten Birnenbaum gefällt. Der Baum war bestimmt mehr als 80 Jahre alt und seit längerem krank. Im letzten Sommer trug er kaum noch Blätter; und Birnen, Mostbirnen, hatte er sowieso keine mehr. Wir mussten ihn umtun, bevor er von alleine umfällt; womöglich in den nahen Bach.

Der Stamm war unten völlig faul und voller Moder, aber oben konnten wir dann doch noch ein schönes Stück herausschneiden; 3,50 Meter lang und gut 50cm im Durchmesser. Daraus will ich einen Tisch machen. Sobald der Boden wieder hart gefroren ist, wird der Stamm in die Sägerei transportiert und dort zu Brettern aufgeschnitten. Ende Woche soll es ja wieder kälter werden.

Ich freue mich auf den neuen Tisch...
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17. Januar 2011

Kultour nach Bern

Ein Samstagsausflug nach Bern. Für Mitte Januar ist es überaus mild und sonnig; also gehen wir Museen anschauen.

Noch nicht mal richtig in der Stadt, sehen wir von der Autobahn aus schon das „Zentrum Paul Klee“. Spektakulär wachsen die drei Stahl-Wellen aus dem Grashügel; entworfen von Renzo Piano aus Genua. Also nichts wie hinein; die Ausstellung „Lust und Laster“ und die Bilder vom Klee anschauen. Aber es kommt gleich die grosse Endtäuschung. Die Fassade mag ja Wellen schlagen, im Inneren empfängt einem aber der Charme einer Dorf-Turnhalle. Und es erinnert mich ein wenig an eine Gewerbeausstellung; bleiche Stellwände und fade Bilder; Schade.

Einmal quer durch die Stadt zum „Historischen Museum Bern“. Hier besichtigen wir vor allem den neuen Anbau vom Bieler Architekturbüro :mlzd. Ein Monolith aus hellem Beton, und gegen das alte Museum eine Spiegelglasfassade. Grandios - unbedingt sehenswert.

Noch einmal quer durch die Altstadt zum „Kunstmuseums Bern“. Hier ist der zweiter Teil der Ausstellung „Lust und Laster“ zu sehen. Aber auch hier will die Lust nicht so recht kommen, eher die Last. Aber! Die ständige Sammlung im Obergeschoss ist hervorragend. Cézanne, Monet, Picasso, Renoir, van Gogh und viele mehr. Unbedingt mal anschauen, es lohnt sich.

Gegessen haben wir in der "Markthalle" beim Bahnhof, hervorragend und indisch. Und was haben wir gelernt: Wer tolle Bilder vom Paul Klee sehen will, geht besser ins Kunstmusum Bern.

16. Januar 2011

im Giraffen-Gedärme

Neulich, am Freitag Abend, habe ich fernsehgeschaut. Auf N24 wurde eine tote Giraffe seziert. Von oben bis unten aufgeschnitten und dann die Innereien herausgeholt und ausgebreitet. War richtig grusig anzuschauen!

Auf RTL latschen zur gleichen Zeit ein Rudel Halbprominenter durch das tropisches Gebüsch. „Ich bin ein Star - holt mich hier raus!“, nennt sich die Darbietung. Peinliche Promis machen sich im Dschungel zum Affen. Irgendwie sind die noch grusiger anzuschauen, wie der Giraffenkadaver – bäääh!

14. Januar 2011

mein geniales Universal-Adapter-Kabel

Wer öfters mal mit dem Reisemobil im fernen Ausland unterwegs ist, der weiss, da gibt es nicht nur eigenwilliges Essen und wilde Tiere. Nein, da gibt es auch eine Vielzahl von exotische Steckdosen. Unser Stecker passt da manchmal nicht hinein. Was also tun? Für viel Geld kann man sich so einen "Weltreise-Traveller-Universal-Stecker-Dings" kaufen. Nicht ich. Ich habe lange nachgedacht und mir nun meinen eigenen Adapter entwickelt.

Und nun müssen alle Elektrofachmänner ganz tapfer sein. Da ist es, mein Adapterkabel:

Er funktioniert weltweit und überall, überall wo es Strom in der Wand gibt. Die Handhabung ist simpel, die beiden blanken Kabelenden werden in die fremdländische Steckdose eingeführt: Das Blaue und Braune ist für „Plus und Minus“, das Gelbgrüne für nichts. Am anderen Kabelende können nun die heimischen Elektrogeräte angeschlossen werden.
Sollten bei der Montage irgendwelche Lichtblitze, Qualm oder Knistergeräusche entstehen, so ist möglicherweise irgendwas nicht ganz optimal verlaufen.

13. Januar 2011

Vorsicht, ein Dioxin-Ei

Gestern Abend öffnete ich beiläufig den Kühlschrank, weil ich einen Happen essen wollte. Da erschrak ich fürchterlich. Es glotzte mich ein grausliges Etwas an. Ein böse dreinschauendes Ei-Dings. Ein Ei-Monster. Ein Monster-Alien-Killer-Ei. Unbeschreiblich. Bestialisch!
Und erst der üble Gestank! Gut, der kam vom Gorgonzola, aber darum geht es jetzt nicht.
Dieses Mörder-Fratzen-Ei ist ganz bestimmt so ein deutsches Dioxin-Ei. So ein giftiges Gift-Ei! Ein Bio-Ei aus dem ALDI. Oder noch was schlimmeres...

Um eine Flucht des Gift-Dioxin-Ei-Monsters zu verhindern, habe ich es präventiv mit der Bratenschaufel erschlagen. Und als ich den Ei-Matsch so heruntertropfen sah, dachte ich; mach ich doch wieder mal Rührei. Mit Gorgonzola.
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11. Januar 2011

meine Leckmuschel

Kürzlich entdeckte ich sie zufällig in einem Süsswarenladen, die Leckmuscheln. Fast hätte ich sie schon vergessen gehabt; nun gibt es sie anscheinend wieder.

Früher, ganz früher, waren diese bei uns Buben sehr beliebt. Damals waren sie noch aus richtigen Muscheln und kosteten 10 Rappen. Wir liebten den roten Zuckerguss in der harten Schale. Wenn man die Lutscherei unterbrechen wollte oder musste, zum Beispiel wegen Schulunterricht, konnte man sie vorübergehend in der Hosentasche versorgen. Am klebrigen Zucker bildete sich dann ein rauher Pelz aus Fuseln und Brösmeli. Weitergelutscht haben wir trotzdem.
Die Leckmuscheln schmeckten damals ganz süss; und nach Abenteuer. Wenn man sich so eine Leckmuschel unter die Lippen schob, sah man aus wie ein Aff. Und dann quikten wir wie „Judy“ aus dem Film „Daktari“. Nicht wissend, dass Schimpansen eigentlich gar nicht quiken. Doch damals kannten wir ausser Judy keine anderen Affen.

10. Januar 2011

essen: in Hülle und Fülle

Im Wohnmobilforum-Schweiz hat „steamer“ neulich ein tolles Backofen-Rezept vorgestellt. Ich habe es fürs Unterwegskochen angepasst, es geht nun schneller und ganz ohne Backofen.

hier die Zutaten für 2 Personen:
2 grosse Tomaten
2 grosse Zwiebeln
2 Pepperoni
Knoblauch
eine grobe, rohe Bauernbratwurst
Brot
Rosmarin, Thymian
Salz, Pfeffer
etwas Butter, Öl

Die rohen Zwiebeln aushöhlen, das geht mit einem gezahnten Messer ganz gut. Die Tomaten und die Peperoni köpfen und das Innere heraus klauben. Und nicht vergessen, den Gemüsen auch eine kleine Standfläche zu schneiden. Die Gemüse-Innereien und etwas Knoblauch kleinschneiden, mit Rosmarin, Tymian und Pfeffer würzen und leicht anbraten. Eine Handvoll kleine Brotwürfel in den Gemüsemasse geben und kühl stellen.
Nun aus der Bratwurst-Innerei und dem Gemüse/Brotmantsch eine geschmeidige Masse kneten und damit die ausgehöhlten Gemüse füllen.
Das Gemüse in eine Bratpfanne stellen, dazu etwas Butter und Öl. Deckel drauf und leicht anbraten. Es tritt etwas Gemüsesaft aus, nun auf kleiner Flamme schmoren lassen bis das Gemüse weich ist. Zum Schluss den Deckel weg und den Sud einkochen lassen. Nach etwa 15 Minuten ist alles fertig und es duftet herrlich nach Urlaub.

Dazu könnte man Reis servieren, es würde aber eine zweite Pfanne schmutzig werden; also gibts Weissbrot...

9. Januar 2011

ausgeflügelt: lauer Föhntag in Uri

Der Mann im Radio verkündete warmes Föhnwetter in den Alpentälern, also machen wir einen Ausflug ins frühlingshafte Uri. Als erstes müssen wir mal unsern Muger aus dem Winterschlaf aufwecken; Überbrückungskabel dran und schon knurrt er zufrieden. Und los geht’s.

Auf der Hinfahrt gucken wir uns die Kapelle auf der Gotthardraststätte an. Eine leider viel zu wenig beachtete Wegkapelle mit einem tollen Innenhof; sehr beschaulich und sehr sinnlich.

Im Zentrum von Altdorf steht der berühmte Willhelm Tell auf seinem Sockel. Er drückt seinen Walterli ganz fest an sich und schaut verärgert auf den tosenden Strassenverkehr hinunter.
Was mich etwas verunsichert: Warum haben die beiden bloss nur Unterhosen an? Für einen Nationalhelden wäre es doch wohl nicht zuviel verlangt  Beinkleider zu tragen!

Im HAUS FÜR KUNST täten wir gerne Kunst anschauen, die haben aber grad Winterpause. Also gehen wir zum Türken nebenan und geniessen halt etwas orientalische Kochkunst und futtern einen Kebab mit viel scharf. Mundet guuut, war aber nicht viel scharf drin.

Hinter Altdorf spazieren wir den Hang hinauf zum Kapuzinerkloster. Unterwegs sind die vielen Bruchsteinmauern bemerkenswert, spätmittelalterliche Grenzmauern. Oben angekommen, geniessen wir den schönen Ausblick und die warme Sonne. Und den Föhn, der sich ab und zu mit einer lauen Böe bemerkbar macht. 16°C - traumhaftes Uri.

8. Januar 2011

kochen: Älpler-Magronen

Es gibt unzählige Varianten, wie man Älplermagronen zubereiten kann. Aber Muttis originales und alüberliefertes "Hindersi-Magronen"-Rezept schmeckt am Besten.

die Zutaten für 2 Personen:
100g Magronen, original sind die kurzen krummen, ich hatte grad nur lange.
1 Zwiebel
2 Kartoffeln
20g Butter
100g Sbrinz, Spalen oder einen anderen harten Bergkäse
1dl Rahm
Salz, Pfeffer

Die Zwiebeln klein schneiden und in der Butter andünsten bis sie langsam braun werden. Die klein gewürfelte Kartoffeln dazu geben und kurz mitdünsten. Dann die Magronen hinein und mit 3 dl Wasser oder Bouillon angiessen, ordentlich salzen und köcheln lassen. Nach gut 12 Minuten sollten die Kartoffeln gar und die Flüssigkeit komplett aufgesogen sein. Nun den Rahm zugeben und nochmal kurz aufkochen lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen und den geriebenen oder fein gewürfelten Käse unterheben. Kurz ziehen lassen – fertig.

Man kann noch Schnittlauch drüber streuen. Oder fein gewürfelte Chilli; aber niemals gebratene Zwiebeln. Das Rezept funktioniert nach dem Prinzip; mehr Käse - mehr gut.
Zu Älplermagronen isst man traditionell Apfelschnitz oder Apfelmus.

7. Januar 2011

Fragen: Tag des Schaumbades

Nicht vergessen: Morgen, am 8. Januar ist wieder der alljährliche „Tag des Schaumbades“, auch als "Bubble-Bath-Day" bekannt. Für meine herzallerliebste Frau G. und mich ein guter Grund, wieder einmal die Badwanne heimzusuchen; ist ja sowieso grad Samstag. Wir werden uns genüsslich im lauen Wasser aalen und vergnügt quicken. Bei romantischem Kerzenschein und seichter Schlagermusik; bei prickelndem Schaumwein und süssem Naschwerk.

Jetzt hoffe ich nur, dass unsere Nachbarn heuer nicht wieder früher vom Skifahren nach Hause kommen. Wir haben drum keine eigene Badwanne und bebaden jeweils die ihre...
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5. Januar 2011

barockes Hergiswald

Am Hang weit oberhalb von Kriens steht die Wallfahrtskapelle Hergiswald. Von aussen ist es bloss ein barockes Kirchlein, das Innere aber ist aber von  einzigartiger Pracht.

Vor allem die reichbemalte Kassettendecke ist beeindruckend. Ein Bilderhimmel mit über dreihundert Tafeln, bemalt mit rätselhaften und manch eigenartigen Motiven. Neben allerhand Heiligenfiguren ist auch ein Elefant, ein Drache und eine Mondfinsternis abgebildet; gemalt um 1654. Einzigartig - unbedingt mal anschauen.
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3. Januar 2011

zuhause: Morgen ist Sonnenfinsternis

Morgen findet eine Sonnenfinsternis statt. Ist im Prinzip das Gleiche, wie die kürzlich veranstalteten Mondfinsternis, bloss das die Sonnenfinsternis tagsüber stattfindet. Die morgige Sonnenfinsternis beginnt etwa um 8:15 und geht dann bis gegen 10:30. Die Finsternis startet also gleich bei Sonnenaufgang, sofern nicht irgend ein Berge im Wege stehen.
Wer‘s verpasst kann bereits am 1. Juni die nächste sehen, müsste dazu aber an den Nordpol fahren. Oder dann am 1. Juli an den Südpol.

Und denkt daran, nicht in die Sonnenfinsternis starren, das gleissende Licht brennt einem sonst Löcher in die Augen oder ins Gehirn.

Nachtrag: scheiss Hochnebel!

ausgeflügelt: in die Irrenanstalt

Der Neujahrstag war ein nebliger und eisiger. Also grad richtig für einen winterlichen Ausflug.
Als erstes suchen wir Zofingen heim. Die Strassen sind wie ausgestorben, keine Leute, kein Autos; alles weg. Eien Seuche, man weiss es nicht? Bloss die schönen Häuser sind noch da; viel Barock und da und dort auch etwas Gotik - schön.

Im „Alten Schützenhaus“ ist Kunstausstellung; und da entdecken wir dann doch noch einige Eingeborene. Bin mir aber nicht sicher, obs Besucher oder Ausstellungsstücke sind?

In Aarburg macht die Aare einen scharfen Linksknick. Gut so, denn sonst flösse sie mitten durchs Städtchen. Hier an der sogenannte „Woog“ bilden sich interessante Strudel und Wellen; genau hinschauen. Aber auch Aarburg ist menschenleer, bloss ein Schwan hockt im kalten Wasser und bettelt um Altbrot.

Unmittelbar an der Kantonsgrenze Bern-Luzern liegt das ehemalige Kloster St. Urban. Einst ein Zisterzienserkloster, dann eine Irrenanstalt und heute eine Psychiatrische Klinik. Die barocke Kirche ist wegen ihres Chorgestühles berühmt. Das dunkelbraune Schnitzwerk quillt über vor pfausbäckigen Heiligen und absonderlichen Fratzen. Unbedingt sehenswert.

2. Januar 2011

mein Algerien 1991

Heute ist mir ein altes Foto aus Algerien in die Hände gekommen. Und weils so schön ist, zeige ichs mal:
Mein MB 207D im November 1991 vor dem Iharen. Der markante Basaltberg ist etwa 1‘850m hoch und liegt nordöstlich von Tamanrasset in Südalgerien.

Das waren noch die Gute-Alte-Zeit, als wir jährlich in die Sahara reisten. Heute geht das leider nicht mehr...

Auf dem Bild: mein MB 207.