30. Mai 2011

etwas ist...

Ich habe ja schon neulich mal berichtet, dass mein Teddybär Funzi irgendwas im Schilde führt. Ich weiss bloss nicht was, aber ich vermute es ist nichts Gutes.

Jetzt habe ich ihn dabei erwischt, wie er mich durchs Schlüsselloch beobachtet hat. Wenigstes war er diesmal unbewaffnet. Aber man weiss halt einfach nicht, was in so einem Kopf vorgeht?
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29. Mai 2011

Schmetterlinge sind doof

In den Bergen ist wunderbares Frühsommer-Wetter; himmelblau und wolkenlos. Also marschierten Frau G. und ich auf selbige. Ich wollte Schmetterlinge fotografieren. Die flattern da oben in allen Farben und Grössen umher. Und das stellte sich auch gleich als ein Problem dar. Wenn sie flattern, kann ich sie nicht fotografieren. Und abhocken tun sie nur in etwas Entfernung von uns. Ich versuchte es mit Anlocken, Beschimpfungen und Winseln. Aber die Viecher zeigten kein Verständnis für mein Anliegen.

Auf dem Heimweg entdeckten wir dafür ein Reh im Farn. Es lag einfach da und schaute bambi-mässig. So schööön.

28. Mai 2011

Käse im Berg

In der kalten Jahreszeit essen wir Bergler ja liebend gerne Bratkäse - Raclette. Aber was macht der Käse eigentlich im Sommer? Ich zeig es euch.

Tief im Felsen drinnen liegt dieses Käselager in Giswil. Hier hat es schier endloslange Regale mit mehr als 30’000 Raclettekäsen drauf. Und die liegen auch nicht einfach träge herum. Nein, Roboter fahren umher und bürsten und massieren die Käselaibe.

Es hat hier runde Raclette-Käse für die Westschweizer und viereckige für den Supermarkt.

27. Mai 2011

die Killergurke

Eigentlich wollte ich etwas über die Killergurken schreiben. Diese EHEC-Gurken, die nun aufbegehren und ihre Fressfeinde, die Vegetarier und Rohkostler anfallen. Aber dann sagte ich mir, ich tue besser mein Lästermaul zügeln. Und darum schreibe ich nichts dazu.

Oder doch – ich habe so eine Killergurke fotografiert. Schlimme Sache…

25. Mai 2011

bissige Buche

Droht uns eine „Stromlücke“ oder nicht? Und wenn ja, wie kommt so etwas eigentlich zustande? Bis heute war das selbst in der Fachwelt heftig umstritten. Heute konnte ich zum erstenmal beobachten, wie so eine Stromlücke entstehen kann?

Ein eigentlich harmloser Laubbaum, eine Buche, hat sich eine Stromleitung geschnappt und sich daran festgebissen. Glaubs der Teufel, kommt da der Strom nur noch lückenhaft durch.
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23. Mai 2011

mörderische Tat vereitelt

Jeder kennt das Gefühl von jemandem beobachtet zu werden. Man spürt förmlich den Blick im Nacken. Genau so ging es mir neulich auch. Ich hatte den ganzen Tag das dumpfe Gefühl, da ist jemand und beobachtet mich. Aber ich war ja ganz alleine zuhause, da war niemand. Aber trotzdem, da lauert mir jemand auf, das spür ich. Ich verhielt mich ganz ruhig und schaute belanglos ins Leere. Und dann: Mit einem blitzschnellen Ruck sprang ich auf und wirbelt herum. Und da erblickte ich IHN.

„Funzi“, mein alter Teddybär. Er hockte da und schaute mich finstererschrocken an. Ich hatte ihn wohl grad bei einer Missetat ertappt. Augenscheinlich wollte er mich hinterrücks anfallen und meucheln!

Vorsichtshalber habe ich ihn vorläufig mit dem Bostich auf ein Regalbrett genagelt. Man kann ihm ja nicht mehr trauen...
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22. Mai 2011

auf dem Höhepunkt

Was viele nicht wissen, der schönste Berg in Obwalden ist – nein, nicht der Titlis; und auch nicht der Pilatus – nein, natürlich der Giswilerstock. Und er ist nicht nur der schönste, sondern auch der weltweit höchste. Man sagt, er reiche fast ein Dutzend Kilometer tief in die Erde hinein.
Wie dem auch sei, wir sind jedenfall hinauf gestiegen. Zuoberts ist der Gipfel. Und von da kann man schön ins Unterland hinunter schauen...

Jetzt, gegen Ende Mai, blühen überall die Alpenblumen. Ganz besonders hat uns eine Orchidee gefallen, das „Knabenkraut“. Es bekam einst seinen Namen vom schwedischen Wissenschaftler Carl von Linné. Ihn erinnerten die Wurzeln des Knabenkrautes an die Hoden eines Buben! Seither kochen Bedürftige aus der Knabenkrautwurzel ein schleimiger Saft, in der Hoffnung, der sei potenzfördernd.

20. Mai 2011

Sprichwort: Vorbeugen ist besser ...

Aus gegebenem Anlass; ein hilfreiches Sprichwort:
«Vorbeugen ist besser – als auf die Schuhe brünzlen.»


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19. Mai 2011

grausliges Untier

Neulich, als ich heute die Post holen wollte, sass ein schreckliches Vieh neben dem Briefkasten. Es war fast Dackel-gross. Es schaute mich böse an; sehr böööse. Und ich glaube, es knurren gehört zu haben. Jedenfalls getraute ich mich nicht mehr vor die Tür. Nicht dass mich das Untier anfällt und beisst! Man kann ja nie wissen...

Im Internet stand, dass es sich um eine „männliche Zwitscherschrecke“ handeln soll. Und die seien zwar „räuberisch“, aber für Menschen völlig harmlos.
Ich bin dann nochmal zum Briefkasten gegangen. Wollte den Zwitscherschrecken-Bullen zur Rede stellen. Und ihn gegebenenfalls mit der Schneeschaufel vertreiben. Aber - er war spurlos verschwunden; wohl geflüchtet…

Man fragt sich: Wer lässt so etwas frei herumlaufen?
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18. Mai 2011

ist mir doch Wurst…

Über vierhundert verschiedene soll es in der Schweiz geben. Und es gibt sie schon seit vielen tausend Jahren und in fast allen Kulturen – die Wurst.
„Alles Wurst oder was?“ heisst die aktuelle Sonderausstellung im Historischen Museum Luzern. Würste zum anschauen, riechen, essen...

Rochus Lussi und seine „Servelas“ aus Holz.

15. Mai 2011

Lena und die Schnabelschuhe

Jawohl, ich habs auch geschaut; gemeinsam mit Milliarden Zuschauern. Das Kampfsingen im Fernsehen, den „Eurovision Song Contest 2011“.

Ich habe extra meine besten Glücks-Schnabelschuhe angezogen. Diese haben aber leider kläglich versagt, statt der Lena haben andere gewonnen. Ich habe danach etwas ins Kissen geweint...
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14. Mai 2011

geheimste Geheimanlage

Dieser Tage hatte ich die Gelegenheit eine bis vor kurzem geheime Militäranlage anzuschauen; "Uta", eine unterirdische Tankanlage aus den frühen 1950-er Jahren. Es war ein Einblick in eine längst vergangene Welt. Kalter Krieg und Angst vor dem Russen.

Da die Tankanlage weitgehend im Berg verborgen ist, sieht man zuerst bloss einige schlichte Gebäude am Waldrand. In diesen befindet sich aber enorm viel Technik. Ein Gewirr aus angejahrte Rohre, Pumpen, Schieber, Filter. Alles was man brauchte, um die gigantischen Tanks im Berg drinnen mit den Treibstoffen zu befüllen.

12. Mai 2011

Balkan: mein Fazit

Wir sind zurück von unserer Balkan-Rundreise; 4 Wochen, 10 Länder, 4‘100 Kilometer und null Probleme. Viele fragen uns; welches Land hat euch am besten gefallen? Keine einfache Frage, aber ich will versuchen eine Rangliste zu machen:
Ganz toll und anregend: Montenegro, Kosovo und Bosnien-Herzegowina.
Schön anzuschauen: Mazedonien, Griechenland und Kroatien.
Nett, aber etwas gewöhnlichSlowenien und Italien.
Skurril: Albanien, da ist Absurdistan.
Weiss nicht: Serbien, da waren wir nur kurz.

Wir haben 1–mal auf dem Campingplatz und 2-mal auf einem Stellplatz übernachtet. Sonst sind wir immer frei gestanden. Das war überhaupt nie ein Problem und es gibt unzählige wunderschöne Übernachtungsplätze.
Wir hatten eine einzige Panne, gleich am ersten Tag: Vorne rechts rutschte ein Gummi vom Stabilisator. Keine grosse Sache.

Und was haben wir gelernt:
+Die Leute auf dem Balkan sind freundlich, hilfsbereit und zurückhaltend.
-Es gibt keine Delphine zu sehen, die Viecher verstecken sich unter Wasser.
-Man sollte sich erinnern, dass man seine Winterjacke doch dabei hat.
+Vier Meter Zahnseide reichen vier Wochen.
+Die Grenzen sind problemlos; nur Pass und "Grüne Versicherungskarte".
-Setz dich nicht dahin, wo oberhalb Tauben sind; die stoffwechseln dauernd.
+Ich bin stolz auf meine herzallerliebste Frau G.
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11. Mai 2011

ein Vogel im Ohr

Heute Morgen kurz vor fünf war es draussen noch stockfinster. Ich war schon fertig mit schlafen und schaute mal nach dem Mond. Der war schon weg, was die Dunkelheit erklärte. Aber darum geht es jetzt nicht.
Im Geäst einer Birke hockte ein Vogel und machte seltsame Geräusche. Er zwitscherte heftig, fast etwas kurzatmig. Aber anhaltend und pausenlos. Es hörte sich interessant an, aber schön war das eigentlich nicht. Und als Singvogel würde ich ihn auch nicht bezeichnen. Für seine bescheidene Grösse, war er aber immerhin beachtenswert laut.

Ich frage mich seit dem, warum tut er das? So für sich ganz allein vor sich hin zu pfeifen. Das andere Geflügel jedenfalls schien noch zu schlafen. Und wegen mir hat er sich sicher nicht so ereifert.

Vermutlich hat er mit seinem Gepfeife die Quartierkatzen verspottet. Die schienen ihn zu beobachten. Jedenfalls waren mehrer zugegen und lauschten aufmerksam. Wer hätte gedacht, dass sich Katzen für Vogelgesänge interessiern. Das tun doch sonst bloss pensionierte Gymnasiallehrer...
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9. Mai 2011

Balkan: wir im Panoramabild

Als wir die Meteora Klöster anschauten, traf ich einen Kerl. Der hatte auf einer Felsnase so eine kuriose Maschinerie aufgebaut. Eine Panoramakamera sei das. Damit mache er ein hochauflösendes Panoramabild.
Nun habe ich mir sein Bild im Internet angeguckt. Und wer ist darauf zu sehen? Wir! Winzig klein, ganz oben, rechts...

Hier drauf klicken:
Panorama Meteora Klöster von Dimitris Stamoulis.

7. Mai 2011

Balkan: heimwärts

So – wir haben nun alle zehn Balkan-Länder besucht. Wir übernachten noch einmal in Slowenien. Dann heisst es nachhause fahren.

Auf der Autobahn quer durch Italien, es ist wie immer dichter Verkehr. Unzählige Lastwagen aus allen möglichen Ländern donnern westwärts. Wir fahren bis nach Varese. Am Lago di Varese finden wir einen recht schönen Übernachtungsplatz.

Von da ist es nicht mehr weit bis in die Schweiz. Und wie es sich für einen aufrechten Schweizer gehört, besuchen wir noch gschwind die Schokoladenfabrik in Caslano. Die haben Maschinen, da kommt unablässig Schokolade raus – fast unglaublich. Und man kann unbegrenzt Schoggi probieren. Das Eintrittsgeld habe ich jedenfalls mehrfach wieder hinein-degustiert.

Auf dem Gotthardpass erreichen wir endgültig unsere vertraute Heimat. Hier oben hat es himmelhoch Schnee und einer verkauft Cervelats vom Grill; so etwas können die nicht, die Balkanier.

6. Mai 2011

Balkan: in Slowenien drinnen

Slowenien ist das zehnte Land auf unserer Reise. Die Landschaft ist lieblich, hügelig und saftig grün. Es ist wie in Österreich, nur dass die Leute noch seltsamer reden. Aber eins ist es hier nicht; exotisch.

Wir schauen uns einige Landstädtchen an. Alle mit einer schönen Altstadt, mit prächtigen Kirchen, mächtigen Schlössern; mit malerischen Plätzen und engen Gassen. Schön, aber immer irgendwie gleich. Wir besuchen zudem ein Feuerwehrmuseum mit müden Pumpen und abgegriffenen Helmen. Ein Kloster mit einer mächtigen Linde, auf die man hochklettern kann. Und einige weitere geschichtsträchtige Orte.

Die Tropfstein-Höhlen bei Postojna sind einzigartig und 34 Millionen Besucher seien schon hier gewesen, prahlt der Prospekt. Da will ich natürlich auch hinein. Gemeinsam mit anderen Schaulustigen werden wir in ein Eisenbähnchen gesetzt. Das Züglein bringt uns in holpriger Fahrt mehr als 2 Kilometer tief in den Berg hinein. Ab da marschieren wir fast eine Stunde durch die Unterwelt. Tropfsteine hängen wurstig von der Decke, andere wachsen wie Schwengel in die Höhe. Wiederum andere erinnern an Blumenkohl oder hängen wie Gedärm herunter. Enge Gänge und riesengrosse unterirdische Hallen. Beeindruckend schön.

Und in der Höhle lebt der Grottenolm; ein trübweisses Schleimwürstchen mit Beinen. Der kann nicht viel, ausser jahrelang ohne fressen leben. Und es überrascht auch nicht, dass Grottenolme völlig blind sind. Denn so wie der ausschaut, fände bestimmt keine paarungswillige Grotten-Olmin; da hilft bloss völlig Blind- und Dunkelheit.

Ich werde von Wassertropfen getroffen. Jetzt befürchte ich, mir wachsen nun auch Tropfsteine am Kopf.

Unweit der Tropfsteinhöhlen ist die Höhlenburg; „Predjmski grad“. Sie wurde im Mittelalter in den Eingang einer Höhle gebaut. Hier war es zwar schattig und zugig, aber die senkrechte Felswand und die Höhle boten Schutz vor den Feinden. Die Legende besagt, dass einst der gefürchtete Ritter Erasmus Lueger hier wohnte. Die Triester belagerten seine Burg lange Zeit, aber ohne Erfolg. Erst als ihnen verraten wurde, wann und wo sich der Erasmus jeweils erleichtert, gelang ihnen der Durchbruch. Ein gezielter Kanonenschuss im Morgengrauen zerfetzte das Klo-Häuschen und den Ritter Erasmus. Treffer und Sieg!

3. Mai 2011

Balkan: wir inseln durch Kroatien

Es soll regnen kommen, lesen wir in der Zeitung. Also brauchen wir einen guten Platz, um das schlechte Wetter auszusitzen. Wir fahren deswegen auf die Insel Murter. Diese liegt praktischerweise bloss einen Steinwurf vom Festland entfernt, so dass wir sie über eine Brücke erreichen können.

Als der Regen vorbei ist, besichtigten wir Zadar. Eine richtige Stadt mit einer Festung, schmalen Gassen, breiten Boulevards, ganz alten Kirchen und hippen Strassencafés. Und der Touristen-Tausendfüssler ist auch wieder unterwegs.

Nördlich von Zadar liegt die Insel Pag. Auch diese können wir über eine laaange Brücke zu erfahren. Die Insel selber ist steinig, karg und kahl. Der Hauptort, Pag, ist eher beschaulich. Einige Häuser drängeln sich um den Hafen, müde Fischerboote und nebenan eine Saline, sonst ist da nicht viel.

Wir übernachten an einem schönen Strand direkt am Meer. Ausser ein paar Möwen ist niemand da. Am anderen Morgen kommen dann noch ein paar Männer mit einem Betonmischer.

Eine Autofähre bringt uns ans andere Ufer, ans Festland. Die Berghänge sind nun wieder bewaldet und die kurvenreiche Strasse grossartig.

Hinter Senj werfen wir einen letzten Blick zurück aufs Meer und fahren über die Berge ins Innenland. Die Landschaft ist nun aufs mal frühlingsgrün. Üppige Wälder, grüne Matten und hübsche Dörfer. Fast wie im Heidi-Film.

1. Mai 2011

Balkan: noch einmal in Kroatien

„Hrvatska“ nenne die Kroaten ihr Land. Wir sind nach unserem Abstecher nach Bosnien wieder hierher zurückgekehrt. Am ersten Abend finden wir in der Cetina-Schlucht einen wunderbareb Übernachtungsplatz; im Wald, am Flussufer und gemeinsam mit zahllose Fröschen.

Weiter geht’s nach Trogir, einem schönen Städtchen auf einer kleinen Insel. Die einstigen Stadtmauern sind nur noch da und dort vorhanden, aber die Festung steht noch wie einst. Ansonsten enge Gassen und schöne Plätze. Ganz besonders sehenswert ist die Laurentius-Kathedrale im Zentrum. An dieser Kirche wurde viele hundert Jahre gebaut, deshalb sind am Turm verschiedene Baustile zu erkennen. Ganz unten Romanisch, dann Gotisch, dann venezianische Spätgotik und zuoberst Renaissance.

Es ist schönes Wetter und wir haben ja Urlaub, also fahren wir an den Strand. Blaues Wasser, blauer Himmel und bunte Blumen. Und wir haben den Strand für uns ganz alleine. Aber zum nackig machen ist es uns zu kalt, wir hocken uns bloss in die Sonne.

Auf der Strasse sehen wir immer wieder diese tiefergelegten Schlangen. Sie liegen ganz flach auf dem Asphalt und lauern wohl auf arglose Touristen – vermute ich.

Übernachten tun wir in Primoŝten, einem zauberhaften Städtchen. Auch auf einer Insel; ist wie Trogir, bloss viel kleiner.

Wir setzen uns in ein Hafen-Café und schauen den wenigen Leuten zu. Dazu essen wir Pizza und im Fernsehen an der Wand heiraten König‘s aus England. Die blaublütig, wir hautgerötet.