Wir Bergler haben zu unsern Berggipfeln ein zwiespältiges Verhältnis. Meist schauen wir sie bloss von weitem an und kontrollieren an den Gipfelkreuzen unsere Sehschärfe. Neulich aber, an einem schwülheissen Tag, beschlossen wir einen dieser Berge heimzusuchen - den Touristenberg schlechthin, den Titlis ob Engelberg.
Wer gerne Seilbahn fährt, ist hier im Paradies. Die Seilbahn-Fahrt zum Gipfel dauert etwa dreiviertel Stunden und endet auf 3200 Meter über Meer. Manchmal fliegt man knapp über die Kühe, andermal wiederum himmelhoch über die Gletscher. Wer mag, hat vielfältige Gelegenheit Angst zu haben.
Einmal oben, kann man die Berge vis à vis anschauen. Das Fernrohr braucht man nicht selber mitbringen, es hat eines für alle.
Oder man schaut zurück, von wo man herkommt; der Trübsee.
Mancherorts kann man tief hinunterschauen oder -fallen. Unten der Golfplatz von Engelberg.
Warum werden die chinesischen Touristen nicht gewarnt? Oder ist das Strichmännchen das chinesische Schriftzeichen für „keinen Schritt weiter, sonst fliegt der Chines wie der Kranich“
Da und dort schützen massive Gitter vor den gefährlichen Bergen. Oder die Berge vor den Touristen - bin mir da nicht ganz sicher?
Da steht‘s geschrieben: 10‘000 Füsse – mich dünkt, es waren weit mehr...
Zur Belustigung kann man sich als indischer Trachten-Tourist verkleiden und fotografieren lassen.
Auch die fremdsprachigen Frauen müssen sich zum brünzlen hinsetzen. Wie machen die das denn sonst? Man wird im Unklaren gelassen...
Das Fazit: Wir verbrachten einen wunderschönen Tag auf dem grandiosen Berg. Um die Bergstation herum tummeln sich halt zahllose buntgekleideten Tagestouris, die sich mit allerhand Spielereien vergnügen. Spaziert man aber etwas abseits, ist es wunderbar ruhig und ein unvergesslicher Genuss. Und auch Engelberg im Tal unten ist allemal eine Reise wert.
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3. Juli 2010
2. Juli 2010
Fragen über Fragen: Kulturbeutel
Die Handtasche einer Frau,
der Magen einer Sau,
der Inhalt einer Wurscht -
bleiben auf immer unerfurscht.
der Magen einer Sau,
der Inhalt einer Wurscht -
bleiben auf immer unerfurscht.
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1. Juli 2010
essen und trinken: Pasteten
Ich empfinde eine grosse Zuneigung zur französischen Kochkunst. Und da ganz besonders zu den Pasteten. Eine köstliche Fleischmasse, umhüllt von knusprig gebräuntem Teig – himmlisch.
Und manchmal ist man bloss froh, das die Teighülle den eigenwilligen Inhalt gnädig verbirgt. Sowas würde selbst ich sonst wohl kaum essen...
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